Hypnose Hilfe Forum
F o r u m => Rund um das Thema 'Hypnose' => Thema gestartet von: Ivonne am 11. Apr 2006, 22:36 Uhr
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Ich möchte gerne wissen, wie eine Anästhesie in Trance möglich ist und ob das tatsächlich funktioniert. Ich habe schon in mehreren Büchern darüber gelesen, dass so OP`s ohne lokale Betäubung möglich sind. Und doch habe ich meine Bedenken, dass dieses wirklich schmerzfrei möglich ist.
Des weiteren kann man dies ja auch in Selbsthypnose anwenden. Was mich sehr interessiert, weil ich keine Lust habe, jedes Mal dicke Wangen zu bekommen beim Zahnarzt. Außerdem ist die Zeit nach der Behandlung zu lang, bis die Wirkung der Spritze nachlässt. Gestern habe ich mir zur Schmerzlinderung (Wundschmerz), Suggestionen gegeben, dass mein Zahnfleisch, da wo es besonders weh tut, taub ist. Aber nur so, wie es notwendig ist, um mich einschlafen zu lassen. Denn Schmerz ist ja ein Signal und wenn sich doch Komplikationen ergeben hätten, wäre es ja fatal, den Schmerz auszuschalten, wenn sich nachträglich etwas entzündet hätte. Ich hätte ja nix mehr an Schmerz wahr genommen. Also hab ich mir vorgestellt, wie es wäre, wenn ich im Winter meine Hand in eiskaltes Wasser tun würde. Wie meine Hände durch die Kälte des Wassers taub werden, nicht steif, nur betäubt. Auf eine schmerzfreie Art und Weise. Und dieses pelzige Gefühl der Betäubung mit dieser, durch kaltes Wasser, betäubte Hand gedanklich kombiniert. Wie ich dieses Gefühl hatte, habe ich versucht diese Betäubung an mein Gesicht zu übertragen, aber nur da, wo es notwendig ist, wo es am meisten weh tut. Ich nahm also meine Hand an die Wange und gab mir diese Suggestionen. Nach kurzer Zeit wurde dann meine Wange tatsächlich kühler, leicht taub, aber nicht so, wie bei der Spritze. Ich habe es also geschafft, meinen Schmerz zu beruhigen. Habe es auch am nachlassen des "puckerns" gespürt und konnte gut einschlafen.
Nun, soweit ist ja alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber, wie kann ich das ausbauen, sodass es für eine Zahnbehandlung reicht? Ich würde das zu Hause asuprobieren bis es tatsächlich klappt, um es später beim ZA umzusetzen. Da spar ich nicht nur zeit, auch das geld für die Hypnosebeahandlungen. :o0o:
Mir fehlt dazu ein entscheidendes Detail, was mir aber nicht einfällt. Hat einer von Euch dazu noch Ideen?
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Hallo Ivonne,
hast du am Sonntag "Welt der Wunder - Das Wissenschaftsmagazin" nicht gesehen?
Da wurde sehr gut, anhand einer Zahn OP, gezeigt das es funktioniert. Dem Patienten wurde ein Weisheitszahn entfernt. Zwischendurch sind kleine Komplikationen aufgetreten (der Zahn saß zu fest im Kiefer und es mußte zusätzlich geschnitten werden) und der Zahnarzt ist m.E. schon ein bisschen ins Schwitzen geraten, daraufhin hat sich seine Frau dem Patienten angenommen, damit sich der ZA auf die OP konzentrieren konnte. Waren schon eindrucksvolle Bilder!
Nach der Behandlung fand ein Gespräch mit dem Patienten statt und der war begeistert.
Das allerdings mit Selbsthypnose hinzubekommen halte ich für unwahrscheinlich, aber dazu können unsere Profis sicher mehr sagen.
Lieben Gruß
Barbara
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Da ich kein Experte für SH bin hab ich mich bis jetzt zurück gehalten.
Das allerdings mit Selbsthypnose hinzubekommen halte ich für unwahrscheinlich, aber dazu können unsere Profis sicher mehr sagen.
Das war auch mein erster Gedanke. Wobei ich mir vorstellen kann daß das mit ausreichend viel Übung doch klappen könnte. In Tibet gibt es Mönche die könnten das hinbekommen. ;)
Gibt es denn keinen Hypnotiseur deines Vertrauens in deiner Nähe der einen niedrigeren Satz hat als dein Zahnarzt? Wir haben schon Leute vor der Zahnarztbehandlung hypnotisch betreut und vorbereitet, was im Rahmen des geforderten wunderbar geklappt hat.
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Ich habe den Beitrag im TV gesehen, ja. Aber ich habe auch gesehen, dass der Patient mit den Füßen gewackelt hat, als es unangenehm war und Handzeichen gegeben hat. Dadurch kam mir der Gedanke, dass es doch nicht ganz schmerzfrei sein kann.
Mein ZA nimmt ja nur 28€ pro Sitzung. Vieleicht muss ich in einer Fremdhypnose dazu angeleitet werden, wie ich die Betäubungspritze in eine "Scheinanästhesie" umwandeln kann.
Erst vor kurzem habe ich gelesen, wie jemand gelernt hat, Schmerzen vorrübergehend auszuschalten. In "Die Liebe und Ihre Henker" von Irvin D. Yalom, ein Proffesor für Psychatrie an der Stanford University. Da hat er zu seiner aktuellen Patienten einen Hypnotiseur hinzugezogen, der seine Patienten in Trance versetzte und Ihr anschließend beibrachte, wie sie in Selbsthypnose den Schmerz ausschalten kann.
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Ich habe den Beitrag im TV gesehen, ja. Aber ich habe auch gesehen, dass der Patient mit den Füßen gewackelt hat, als es unangenehm war und Handzeichen gegeben hat. Dadurch kam mir der Gedanke, dass es doch nicht ganz schmerzfrei sein kann.
Ja, er hat mit den Füßen gewackelt, aber ob es in dem Moment unangenehm für ihn war, kann wohl nur der Patient sagen. Von Handzeichen hab ich nichts gesehen, jedenfalls keine, die darauf hingedeutet haben, dass er Schmerzen hat.
Und nach der Behandlung hatte er ja gesagt, dass es ok war und er keine Schmerzen verspürt hat, oder täusche ich mich da so?
Ich persönlich hab mich mit dem thema Zahnarzt und Hypnose bisher nicht beschäftigt, da ich 1. keine Angst vor dem Zahnarzt habe und 2. die "dicke" Backe nach der Behandlung nicht als sooo dramatisch empfinde.
Lieben Gruß
Barbara
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Hallo Ivonne,
Ich möchte gerne wissen, wie eine Anästhesie in Trance möglich ist und ob das tatsächlich funktioniert.
Zur Beantwortung deiner Frage muss ich ein bisschen ausholen. Du sprichst von "Anästhesie", darunter versteht man, dass sämtliche Empfindungen (inkl. Schmerzen) in Bezug auf einen Körperteil unterbunden sind - man spürt also nichts mehr.
Es gibt aber auch noch die "Analgesie", die bedeutet, dass zwar Empfindungen noch wahrgenommen, aber nicht mehr als "Schmerz" interpretiert werden. Auf eine Zahnbehandlung bezogen, bedeutet das, dass nach der örtlichen Betäubung in Form einer Spritze (= Anästhesie) im Idealfall nichts mehr zu spüren ist. Besonders aber im Zusammenspiel mit Trance kann es auch zu einer (völlig ausreichenden) Analgesie kommen, d.h., man spürt, dass der Arzt z.B. am Zahn zieht oder da rumgräbt, aber man nimmt es nicht als Schmerz wahr und es ist auch nicht besonders unangenehm.
Wenn man also ausdrücklich auch die Möglichkeit einer Analgesie mit einschließt, ist deine obige Frage mit einem klaren "Ja" zu beantworten. Bis zur Nutzung von Ether und Chloroform als Narkosemittel, also bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts, gab es "Beschwörungsformeln und -rituale", die man nach heutigem Verständnis mit einer Trance in Verbindung bringen könnte. Auch wurden in späteren Jahren zahlreiche Fälle dokumentiert, bei denen Operationen "nur" in Trance vorgenommen wurden, was häufig z.B. in Kriegssituationen geschah, wenn Narkosemittel fehlten.
Die Liste der getätigten Eingriffe weist auch schwere Operationen wie Amputationen oder Behandlungen am "offenen Herzen" auf. Teilweise wurde von den Patienten berichtet, dass sie z.B. durchaus einen Schnitt gespürt hätten, dass sie das aber nicht als schmerzhaft empfunden hätten (was eher auf eine Analgesie hindeutet).
Rein "neurophysiologisch" weiß man heute übrigens, dass der Schmerz im Gehirn zwar gemessen weden kann, also "eigentlich" nach wie vor vorhanden ist, aber offenbar nicht an die Stellen weitergeleitet wird, die für ein "Bewusstwerden" des Schmerzes verantwortlich sind.
So etwas kann übrigens auch ohne Hypnose entstehen - etwa dann, wenn nach einem schweren Unfall Verletzte zunächst gar nicht bemerken, wie schwer verletzt sie sind. Oder wenn Mütter in einer Notsituation erst ihr Kind versorgen, bevor sie registrieren, dass sie selbst schwer verletzt sind. Oder wenn Soldaten im schwersten Stress an der Frontlinie weiterkämpfen und nicht bemerken, dass ihnen von einer Granate ein Bein abgerissen wurde - bis hin zum Boxer, der munter weiterkämpft und der gebrochenen Nase erstmal keine Beachtung schenkt. Eine Hypnose dient hier "nur" dazu, diese sowieso vorhandenen Fähigkeiten gezielt zu aktivieren.
Dabei wird es sich aber zunächst einmal um Fremdhypnose handeln. Wie hier auch schon angesprochen, wäre es ein Irrtum zu glauben, man könne alles, was mit Fremdhypnose möglich ist, eben auch genauso in Selbsthypnose hinkriegen. Bei einer ausreichend tiefen Trance ist es z.B. während einer Showhypnose möglich, sich ganz als "Michael Jackson" zu fühlen und währenddessen auf der Bühne einen mehr oder weniger überzeugenden Moonwalk hinzulegen - mach das mal in Selbsthypnose! ;D
Ich kann mir dennoch vorstellen, dass chirurgische Eingriffe in Sonderfällen tatsächlich auch mit Eigensuggestionen weitgehend schmerzfrei zu bewerkstelligen sind, wenn die Motivation (auch und gerade die des Unterbewusssteins!) ausreichend groß ist. Wenn jemand also abseits der Zivilisation etwas an sich vornehmen lassen muss und möchte, um sein Leben zu erhalten, könnte da vielleicht was gehen...
weil ich keine Lust habe, jedes Mal dicke Wangen zu bekommen beim Zahnarzt. Außerdem ist die Zeit nach der Behandlung zu lang, bis die Wirkung der Spritze nachlässt.
...
Da spar ich nicht nur zeit, auch das geld für die Hypnosebeahandlungen.
Falls solche Beweggründe für dein UB eine ausreichende Motivation sind, eine Schmerzfreiheit per Selbsthypnose zu produzieren, wäre es ja gut. Meins würde mir wahrscheinlich nur einen Vogel zeigen. :)
Auch wenn es nicht deine Frage war: es gibt dennoch Möglichkeiten, auf anderem Wege mit Eigensuggestionen weiter zu kommen. Schmerz hat nämlich verschiedene "Dimensionen", die ihn oft für uns erst "richtig schlimm" werden lassen:
- die Unsicherheit, welches Ausmaß und welche Folgen die dem Schmerz zu Grunde liegende Verletzung hat;
- die Befürchtung, dass der Schmerz später noch schlimmer werden könnte;
- die Befürchtung, dass der Schmerz nicht wieder nachlassen könnte.
Diese "Randbedingungen" wohnen mehr oder weniger jedem Schmerzempfinden inne und auf die können sich z.B. Suggestionen hilfreich beziehen:
"Nun wird also der Zahn gezogen - das wird weh tun, das muss weh tun, dafür ist Wehtun da und ein Zeichen eines guten Funktionieren meines Körpers. ABER: Es geht "nur" um das Entfernen eines schadhaften Zahns, hinterher wird's mir garantiert besser gehen - DER Zahn nervt mich dann nicht mehr. Und wenn er erstmal raus ist, gibt es keinerlei Grund, noch mehr Schmerz zu produzieren. Im Gegenteil - wenn es vorbei ist, ist es vorbei und der Schmerz kann dann auch sofort beginnen, weniger zu werden und ganz zu verschwinden."
Wobei man den Text natürlich nach eigenem Belieben anpassen kann und sollte.
Und abschließend ein kleiner Tipp, wie ich oft mit Schmerz umgehe: ich "bedanke" mich dafür und sag mir: o.k., ich hab's kapiert, werd mich drum kümmern und xy erstmal schonen, versprochen!
Wenn das bei uns angekommen ist, kann der Schmerz auch wieder gehen - oder wenigstens weniger werden. :)
Lieben Gruß
Lutz
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Aha, viel guter Lesestoff und ich werd mich kurz halten. Danke dafür. ::)
Hilft mir, etwas mehr zu verstehen. Ich kann ja ein bisserl experimentieren, inwieweit das funktioniert und bei einer harmlosen Behandlung ausprobieren. Werde dann berichten.
Auf jeden Fall.
Da hab ich nun eine Seite im Internet entdeckt und bin entsetzt über deren Inhalt.
Ob ich die hier mal so veröffentlichen kann? Der Autor gibt Suggestionsvorschläge und Anweisungen, wie man den Schmerz in Selbsthypnose ausschalten kann. Liest sich etwas brutal für mich.
Des weiteren bin ich auf das Wort Handschuhanästhesie gestossen. Genauere Definitionen dazu konnte ich aber nirgends finden. Hat jemand von Euch diesen Begriff jemals gehört?
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hi Ivonne,
schaust du hier http://www.alpha-saar.de/alphaForum/topic.asp?TOPIC_ID=139
grüssle Heikje
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Hey Heikje, cool. Dann weiß ich ja bescheid. Mal sehen, ob ich das hinbekomme.
Danke schon mal vorab, für diesen Hinweis.
So, habe es abgeklärt und stelle den fragwürdigen Link mal zur Diskussion hier rein.
Da hab ich nun eine Seite im Internet entdeckt und bin entsetzt über deren Inhalt.
Ob ich die hier mal so veröffentlichen kann? Der Autor gibt Suggestionsvorschläge und Anweisungen, wie man den Schmerz in Selbsthypnose ausschalten kann. Liest sich etwas brutal für mich.
http://www.selbsthypnosen.de/Schmerzabschaltung.Schmerztherapie.html (http://www.selbsthypnosen.de/Schmerzabschaltung.Schmerztherapie.html)
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Sie pieksen vorsichtig mit einer Nadel auf die Haut des linken Armes und spüren, wie es sich anfühlt. Dann legen Sie ein dickes Stück Stoff auf die Haut und pieksen erneut. Dieses Mal werden Sie nicht das Stechen der Nadelspitze spüren, sondern nur den Druck der Berührung. Jetzt haben Sie eine Vorstellung, wie es sich anfühlen könnte, wenn der Schmerz abgeschaltet ist.
AUA! Nein das will ich nicht ausprobieren. ;D
Prinzipiell kann das Schmerzerleben in Hypnose in zwei Richtungen verändert werden. Es kann eine Schmerzunempfindlichkeit hergestellt werden, aber auch eine Schmerzüberempfindlichkeit, bei der selbst die Berührung mit einer Feder einen Schmerzreiz auslöst. Die zweite Möglichkeit spielt in der Behandlung von Schmerzpatienten keine Rolle und soll an dieser Stelle deshalb nur erwähnt werden.
Hallo - gehts noch !?!? Für was soll das denn gut sein ???
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Hallo zusammen,
bin ich mittlerweile"schmerzfrei"? ;D
Ich teile zwar die Ansichten des Hypnose-Doktors nicht, aber für fragwürdig halte ich die Seite nicht, da hab ich schon Schlimmeres im Internet gelesen!
;)
Lieben Gruß
Barbara
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Moinsen,
So schlimm finde ich das Beispiel von Dr. Preetz auch nun wieder nicht. ::)
Prinzipiell kann das Schmerzerleben in Hypnose in zwei Richtungen verändert werden. Es kann eine Schmerzunempfindlichkeit hergestellt werden, aber auch eine Schmerzüberempfindlichkeit, bei der selbst die Berührung mit einer Feder einen Schmerzreiz auslöst. Die zweite Möglichkeit spielt in der Behandlung von Schmerzpatienten keine Rolle und soll an dieser Stelle deshalb nur erwähnt werden.
Ich denke Herr Preetz wollte uns mit seinen beiden genannten Beispielen lediglich "demonstrieren" was für unterschiedliche Möglichkeiten es gibt Schmerzempfindungen in der Trance anzuwenden. Ob er sie anwendet weiß wohl keiner außer Dr. Preetz und seine Klienten! :P
Gruß Eddie
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Ich finde es erstaunlich, wie einfach das doch alles ist: 1 Sitzung, Suggestionen bisschen wiederholen, schon ist Schmerzausschaltung ein für allemal gelernt. Und Schmerz wird "zuverlässig und jederzeit in Sekundenschnelle" in jedem beliebigen Körperteil abgeschaltet. Übrigens später dann auch gleich ohne Hypnose und Trance.
Und für wen das alles? Für "austherapierte chronische Schmerzen" und z.B. "Krebsschmerzen". Na, da haben wir doch DIE Lösung. Und aus Deutschlands Schmerzkliniken machen wir Kindergärten, weil es ja nun dank Dr. X alles so einfach ist.
Interesse geweckt? Schön, Seminare werden nämlich auch angeboten.
Es ist doch immer wieder erstaunlich, was man aus dem Internet lernen kann!
Und nun mal im Ernst: So einfach funktioniert es garantiert nicht! >:(
Lieben Gruß
Lutz
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Und nun mal im Ernst: So einfach funktioniert es garantiert nicht! >:(
Nu guck nicht so traurig! :)
Wir wissen alle, dass es nicht so einfach funktioniert und die, die es unbedingt ausprobieren wollen, werden ganz schnell merken, dass sie den Nadelpiekser doch noch spüren und dass das nicht mit einer Sitzung und ein bisschen üben problemlos funktioniert, so wie es auf dieser Seite zu lesen ist.
Interessant finde ich folgende Anmerkung von dir: "... es gibt dennoch Möglichkeiten, auf anderem Wege mit Eigensuggestionen weiter zu kommen. ..."
...oder eben nicht weiter zu kommen! Nämlich dann, wenn die Eigensuggestionen in bestimmten Situationen immer negativ sind und genau das eintrifft, was man befürchtet.
Aber das ist ein anderes Thema und hat einen eigenen Thread verdient. :)
--> http://www.hypnose-service.de/forum/index.php?topic=122.0
Lieben Gruß
Barbara
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Hallo zusammen
Universitätsklinik Lüttich - Die Patientin auf dem OP-Tisch öffnet die Augen. Der Chirurg hält inne. Ohne ein Ton zu sagen blickt er die Frau prüfend an.
Bei vielen anderen Operationen wäre das eine Katastrophe, aber das hier ist keine "normale" Operation, denn die Frau ist nicht narkotisiert, sondern hypnotisiert.
Den kompletten Artikel findet ihr dort. --> http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,411933,00.html
:)
Lieben Gruß
Barbara
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Moinsen, danke für den Link!
Gruß Eddie
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Danke Barbara für den Link, war interessant zu Lesen.
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Hallo zusammen,
zwei Anmerkungen zu der interessanten Diskussion: In dem Buch von B. Alman über SH stand, daß man bei der Schmerzkontrolle ruhig auch lernen sollte, den Schmerz zu vergrößern, daß das indirekt hilft, ihn dann auch zu reduzieren und anzustellen.
Ich habe nicht den geringsten Zweifel daß jeder Mensch bei sich perfekte Analgesie und Anästhesie induzieren kann. Warum auch nicht?
In dieser Reportage neulich (wie heißt sie doch nochmals) kam das ja auch vor. Nur sind das Fähigkeiten, die in unserer Kultur nicht verbreitet sind. ratbat hat das ja auch schon angedeutet.
Auch kann jeder Mensch gerundsätzlich (!) eine sehr starke psychogene Anästhesie via Fremdhypnose erreichen. Sonst gäbe es ja nicht diese Völker, wo der Schamane Trepanationen (Schädelöffnungen) vornimmt, und sämtliche Leute dabei absolut schmerzfrei bleiben, weil sie einfach "wissen", daß der Schamane das kann.
Ich nehme daher an, daß solche Fähigkeiten bei jedem Mensch da sind und bloß bei manchen verschüttet. :)
LG Miraculus
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Ich habe keine Erfahrunegn mit "OPs unter hypnotischer Anästhesie" und nur geringe theoretische Kenntnisse, möchte aber dennoch ein paar Überlegungen anbringen. :)
Ein zentrales Problem bei größeren OPs ist wohl die Stabilität der Trance sowie der Anästhesie. Und als großer Killer gelten Zweifel und Ängste.
Erickson hat ja allen Frauen, denen er für die Geburt hypnotische Anästhesie gegeben hat, erst einmal negative bvisuelle Halluzinationen und automatisches Schreiben beigebracht.
Das ist möglicherweise übertrieben, aber er war der Überzeugung, daß, wer Dinge aus dem Gesichtsfeld ausblenden kann, das auch mit dem Schmerz machen kann, und daß das automatische Schreiben als dissoziatives Phänomen auch bei der Dissoziation von Schmerzen hilfreich sein wird.
Wenn Ängste und Streß der Analgesie entgegenwirken, dann wird es wichtig sein, mittels der Hypnose besonders auch das emotionale Empfinden zu beinflussen (was ja auch gescjieht) und möglicherweise auch dem Patienten das starke Gefühl der Sicherheit bzgl. der Anästhesie zu geben.
Und dann wäre es vielleicht hilfreich, einen bedingten Reflex derart einzurichten, daß der kleinste Schmerzreiz automatisch die Analgeise/Anästhesie erheblich verstärkt und die Hypnose vertieft.
Ob das so gemacht wird weiß ich nicht, man würde dabei wohl darauf achten müssen, daß man nicht indirekt zu sehr vermittelt, daß es eben doch zu Schmerzerleben kommen wird.
Was ja auch jeden Fall geschieht ist, daß man die Aufmerkdamkeit durch etwas anderes absorbiert sein läßt.
Und bei jener Reportage neulich wurde ja erwähnt, daß Dr. Schmierers Frau das Erleben an einer Stelle auf etwas besonders Positives gerichtet hat, um so eine Endorphinausschüttung freizusetzen, was die Anstehsei verstärkt.
Sicher wird die dauernde Vertiefung wichtig sein und da besonders und entsprechende Suggestionen von Anfang an,etwa daß sich die Hypnose mit jedem Atemzug vertieft, aber auch mit der Arbeit des Chirourgen, mit jedem Handgriff, den er tut.
LG Miraculus
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Es gibt auch den Grundsatz: Je dringender man eine Trance "braucht", desto besser stellt sie sich ein.
Wer bei harmlosen experimentellen Versuchen vielleicht überhaupt keine Trance entwickelt, wird möglicher Weise ganz leicht und tief in eine Trance kommen, "wenn's um die Wurst geht". :)
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Moinsen, diesen Bericht habe ich eben (01:31 ;D) im Internet gefunden:
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=813995
Nur stellt sich bei mir die Frage: Warum sollen sich, Laut Emnid-Umfrage, bei einer schweren Operation Frauen seltener als Männer Hypnotesieren? Gibt es bestimmte Ängste "z.B. Missbrauch des Vertrauens" die ein zu tiefes abgleiten in eine Trance verhindern?
Gruß Eddie
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Hallo Eddie,
ich kann jetzt nur für mich sprechen, da ich bei der Abstimmung hier im Forum "Hypnose statt Narkose" auch mit "Nein" abgestimmt hatte. Ich gehöre also auch zu den Frauen, die bei einer schweren OP lieber ne Narkose als ne tiefe Trance in Anspruch nehmen würde.
Was meinst du mit "z.B. Missbrauch des Vertrauens"? In welche Richtung denkst du da?
Lieben Gruß
Barbara
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Es gibt auch den Grundsatz: Je dringender man eine Trance "braucht", desto besser stellt sie sich ein.
Wer bei harmlosen experimentellen Versuchen vielleicht überhaupt keine Trance entwickelt, wird möglicher Weise ganz leicht und tief in eine Trance kommen, "wenn's um die Wurst geht". :)
Hi Lutz,
es heiß ja, daß es die Zahnärzte deshalb am besten mit der Hypnose hätten: Die Motivation wäre am besten!
LG Miraculus